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Römerstrasse

Die 400 km lange Römerstrasse Neckar-Alb ging dazumals auch im Schaffhauserland durch. Heute kann man in Schleitheim, Stein am Rhein und Eschenz noch einige Zeitzeugen entdecken:

Stein am Rhein
Die Ruinen des ehemaligen Kastells Tasgetium, dessen Grundriss noch weitgehend erkennbar ist, befinden sich im linksrheinischen Teil von Stein am Rhein, vor der Brugg. Das Kastell wurde als Folge der Alamanneneinfälle kurz vor 300 n. Chr. errichtet und war Bestandteil eines weiträumigen Verteidigungsdispositivs. Seine Ausmasse (88 x 91 m) sind heute noch anhand der 1900 und 1911 restaurierten Mauern feststellbar. Wann die Grenzverteidigung aufgegeben wurde, ist bisher nicht bekannt. In der Folge entstand innerhalb der Mauern eine alamannische Siedlung. Ein erster Kirchenbau (heutige Kirche 12. - 16. Jh.) datiert aus dem 6. Jahrhundert.

Eschenz
Über die oberste der drei Werdinseln im Rhein führte einst die Römerbrücke, welche die Provinzen Helvetien im Süden mit Germanien im Norden verband. Bei niedrigstem Wasserstand sind die eichenen Pfahlstummel im Flussbett noch sichtbar. Die Insel Wird ist heute über einen Steg vom Eschenzer Ufer her frei betretbar. Das nahe gelegene Dorfmuseum zeigt römische Fundgegenstände und archäologische Forschungsergebnisse.

Schleitheim
An der Römerstraße von Brugg-Windisch (Vindonissa) über Zurzach (Tenedo) nach Rottweil (Arae Flaviae) befand sich als erster Ort nördlich des Rheins der Vicus Juliomagus (Schleitheim SH). Bisher sind einzig große Teile der Thermen (öffentliche Bäder) in einem Schutzbau zugänglich. Besonders beeindruckend sind die unterirdischen Mauerzüge der Hypokaust-Heizungsanlage vom Ofen bis zu den Kaminen. Den Besucher des Museums informieren Dokumentationen, einige Funde sowie eine 20-minütige Tonbandführung über die römische Vergangenheit von Schleitheim.

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